Tipp des Tages

Hallo Ihr Lieben, ich möchte Euch in dieser Zeit mit ein paar Tipps zur #Reiter-Gymnastik #Entspannung #Mobilisation #Stabilisaton zur Seite stehen. Jeder kennt seine Handicaps und vielleicht ist etwas für Euch dabei?!

Es wird immer eine Übung am Boden geben und darauffolgend zum gleichen Thema, eine Übung auf dem Pferd.

Tipp Nr. 1 Kopf

Am Boden

Der Kopf ist nach dem Becken und den Schultern die letzte feine Instanz zur Gewichtshilfe. Oft ist die Nackenpartie so verspannt, dass leichtes Drehen zur einen, oder anderen Seite, eher anstrengend ist.

Hier eine einfache Übung zur Entspannung der gestressten Region.


Du benötigst: 1 Tennisball, 10 Min Zeit

Leg Dich mit dem Rücken flach auf den Fußboden und positioniere den T-Ball so unter Deinem Hinterkopf,dass es etwas Balance benötigt, ihn dort zu halten.

Versuche ruhig und gleichmäßig zu atmen! 

Wenn Du diese Übung an 3-4 Tagen in Deinen Alltag einbaust, wäre das sehr gut und Dein Nacken freut sich!

Auf dem Pferd

Die Augen leiten die Bewegung unseres Körpers ein. Auf dem Pferd bedeutet das, dass unsere Gewichtsverlagerung von unsere Blickrichtung abhängt. Der alte Spruch: "Schau zwischen den Pferdeohren eine Pferdelänge voraus", macht nicht nur Sinn, wenn man geradeaus reitet. 
Um die eigene Balance zu finden und die des Pferdes zu unterstützen, ist das mittig im Gleichgewicht sitzen (gleiches Gewicht auf beiden Sitzbeinhöckern) ein grundlegener Baustein.

Hier der Tipp für eine kleine visuelle Unterstützung: Ich habe ein Tape (in Form eines Herz) auf den Punkt zwischen die Ohren des Pferdes geklebt. Meine Anweisung im Unterricht lautet: " Schau über das Herz  hinaus!" Oder: "Schau auf das Herz!" Je nachdem wie stark der Reiter seinen Kopf beim Reiten absenkt.

Tipp Nr. 2 Schultern

Am Boden

Mein Anatomie-Dozent hat immer gesagt: "An den Schultern hängen die Hände." Er meinte damit, das die Hände nur vollkommen frei agieren können, wenn die aus der Schulter kommenden Muskulatur freundlich mitarbeitet.
Der Bizeps z. B. entspringt aus dem vorderen Bereich der Schulter und setzt mit seiner abschließenden Sehne an den Unterarm an. Als Reiter benötigen wir einen "geschmeidigen " Ellenbogen, um z. B. der Nickbewegung im Schritt folgen zu können.
Auch um unsere Hände unabhängig vom Körper zu tragen, ohne zu "starr" zu werden, sind wir vom Bizeps und dem an der Rückseite unseres Arm agierenden Triceps abhängig. Als Spieler und Gegenspieler.
 
Die auf dem Foto dargestellte Übung dient zur Entspannung und Mobilisation der Schulter. Dabei ist es wichtig, eine Körperhälfte samt Kopf wirklich komplett auf einem Tisch abzulegen. Der frei hängende Arm wird mit 1 Kilo oder 1,5 Kilo beschwert.
Eine in der Hand gehaltene Wasserflasche funktioniert prima. Leichte Pendelbewegungen vor und zurück, sowie kleine Kreise, die ganz locker OHNE Anstrengung durchgeführt werden, dienen der zarten Dehnung, Mobilisation und Entspannung der Schulter.
Das Zeitlimit beträgt ca. 5-10 Minuten je nach Verspannungsgrad. Wenn Ihr diese Übung drei bis fünf Mal die Woche macht, freut sich Eure Schulter!

WICHTIG bei dieser Übung ist die Pendelbewegung, ob nun vor und zurück oder kreisend, ohne Muskeleinsatz durchzuführen. Das funktioniert ganz gut, indem man am Anfang einen kleinen Schubs initiiert hat und dann den Arm alleine pendeln lässt ;-)
 
Über Feedbacks zum Tipp des Tages würde ich mich sehr freuen!