Begegnung in der Physiopraxis: Von Schmerzen, Schwimmringen und neuer Balance 
Sept.2025


Lernen Sie uns kennen

Wenn du an das glaubst, was du tust, kannst du Großes erreichen. Das ist der Grund, warum ich dir bei der Erreichung deines Ziels helfen möchte.

Vor kurzem hatte ich eine Patientin, die mich wirklich tief beeindruckt hat.

Die erste Begegnung

Sie kam mit einem Rollator in meinen Behandlungsraum. Auf ihrem Rezept stand, dass sie Probleme im unteren Rücken hatte. Also fragte ich sie:

„Wie kann ich Ihnen helfen? Haben Sie heute besondere Schmerzen?“

Ihre Antwort war so klar wie nüchtern:
„Schmerzen habe ich immer. Aber ich möchte neue Übungen.“
Sie erzählte, was sie bisher gelernt hatte, und fügte lachend hinzu:
„Sehen Sie nicht meine kleinen Schwimmringe?“

Zunächst verstand ich nicht, bis mir klar wurde, dass sie liebevoll von ihrem Bauch sprach.
Also starteten wir gemeinsam mit Stuhlgymnastik: ein bisschen schräge Bauchmuskulatur, Koordination, leichte Bewegungen. Sie fand es „ganz schick“ und machte sich schließlich wieder, gestützt auf ihren Rollator, auf den Weg.

Die zweite Begegnung

Etwas verspätet betrat die Patientin dann meinen Raum. Wieder mit Rollator. Dieses Mal wollte sie alle Übungen noch einmal wiederholen, weil sie einiges vergessen hatte.

Während wir übten, sprachen wir über ihr eigentliches Hauptproblem:
„Nicht die Schwimmringe sind das Schwierige“, sagte ich zu ihr, „sondern Ihre Unsicherheit beim Gehen und Stehen.“

Sie nickte: „Ja, so ist es. Ich finde meine Balance nicht.“

Also zeigte ich ihr eine ganz einfache Balanceübungen:
Abgesichert an einem Tisch und Stuhl,
abwechselnd einen Fuß sanft anheben und wieder absetzen.
Das Ergebnis war deutlich: auf einer Seite schaffte sie fast 10 cm, auf der anderen nur einen halben. „Okay, daran werde ich arbeiten“, sagte sie bestimmt – und schob sich mit dem Rollator wieder hinaus.

Die Überraschung

Zwei Tage später stand sie erneut in meinem Raum. Dieses Mal marschierte sie beinahe schwungvoll herein.

„Moment, wo ist denn der Rollator?“, fragte ich.
„Ach, den habe ich vorne stehen lassen bei der Rezeption.“

Das war ein gewaltiger Unterschied zu vorher. Noch vor wenigen Tagen war sie unsicher, ängstlich, hielt sich fest umklammert am Rollator. Und jetzt stand sie frei vor mir.
Ich bat sie, mir die Balanceübung vorzuführen. Und dann staunte ich:
Sie riss die Arme abwechselnd in die Luft, marschierte mit angehobenen Knien auf der Stelle – voller Energie!

Ich konnte nicht anders: Ich habe gejubelt, gelacht, in die Hände geklatscht und ihr High Five gegeben.

„Ist das denn sowas Besonderes?“, fragte sie.
„Ja, das ist es!“, antwortete ich. „Das ist nicht selbstverständlich – das ist ein riesiger Fortschritt.“

Mein Eindruck
Sie wusste gar nicht, wie groß dieser Moment war. Aber ich wusste es. 
Es war wundervoll zu sehen, wie sie dabei lachte, wie stolz sie war über die Bemerkungen die ich dazu machte.

Für mich war das eine berührende Erinnerung daran:
👉 Es ist nie zu spät, Neues zu lernen.
👉 Es ist nie zu spät, die Balance zurückzugewinnen.
👉 Und es ist nie zu spät, dem Körper wieder ein Stück Leichtigkeit zu schenken.

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